Das Debakel mit dem Flüsterasphalt: Straßenschäden an der westlichen Ringstraße

Ingolstadt (intv) Wenn es draußen Minusgrade hat, frieren nicht nur wir Menschen. Auch unsere Straßen haben mit dem Frost zu kämpfen. Der Asphalt bröckelt bei Kälte. Besonders schlimm hat es in Ingolstadt die westliche Ringstraße getroffen. Dabei macht der dort angebrachte Flüsterasphalt schon immer Probleme, ob Minusgrade oder nicht.

Erst vergange Woche hat Walter Hoferer vom Tiefbauamt Ingolstadt mit seinem Team die Kälteschäden der westlichen Rückschläge versorgt. Provisorisch. Mit Kaltasphalt.

Die Risse in der westlichen Ringstraße kommen hauptsächlich durch die Bremsvorgänge der LKWs zustande. Dabei werden dem eh schon offenporigen Flüsterasphalt Steine herausgezogen. Hat eine Straße schon Risse, kann Wasser eindringen. Das dehnt sich dann beim gefrieren aus. Die Folge: Der Asphalt bröckelt ab. Ginge es nach Walter Hoferer, würde der Flüsterasphalt nicht mehr in Ingolstadt verbaut werden. Weil dieser alle sechs bis sieben Jahre erneuert werden muss. Andere Sorten halten doppelt so lange. Da Hoferer aber die Vorgabe von der Stadt habe die Lärmschutzrichtlinien wegen der Anwohner einzuhalten, MÜSSE er den Flüsterasphalt einbauen lassen.

Eine halb so lange Haltbarkeit bedeutet doppelt so hohe Kosten.
Erst im Sommer 2014 wurde der Flüsterasphalt für rund eine halbe Million Euro saniert.

Für Autofahrer heißt es auf einer der Hauptverkehrsadern Ingolstadts bei jeder Sanierung aber auch: Nerven behalten. Erhebliche Behinderungen sind vorprogrammiert, eine Vollsperrung über mehrere Wochen unausweichlich.