CSU hat Vision: Westliche Ringstraße unter die Erde

Ingolstadt (intv) Morgens Stau, abends Stau – gefühlt steht man auf der Westlichen Ringstraße in Ingolstadt so gut wie immer. Um diesem Problem endlich den Kampf anzusagen, hat sich die Ingolstädter CSU zusammen gesetzt, um eine Lösung zu finden. Patricia Klein und Hans Achhammer haben die Vision bei einem öffentlichen Pressetermin am Dienstag vorgestellt.

Flugtaxis, Seilbahnen, clevere Ampeln, Tunnel. Geträumt wurde schon viel, um dem Verkehrsproblem in Ingolstadt Herr zu werden – bis man von der Realität eingeholt wurde. An der Umsetzbarkeit scheiterte es nämlich meist. Besonders die Ringstraßen sind zu Stoßzeiten völlig überlastet. Hans Achhammer, Ausschusssprecher der CSU, kann sich vorstellen, die Westliche Ringstraße zu untertunneln. Vom Brodmühlweg unter der Donau durch bis zur Münchener Straße.

Der nur dreispurige Abschnitt zwischen Westfriedhof und Münchener Straße, sowie die viel zu enge Glacisbrücke sind für viele Ingolstädter eine komplette Fehlplanung. Zu oft wird er zum Nadelöhr, an dem sich der Verkehr bis in die zulaufenden Straßen staut. Zudem reflektieren die Schallschutzmauern den Verkehrslärm ins Glacis – und ein Augenschmaus sind sie auch nicht unbedingt. Aus ökologischen Gründen sieht die CSU-Fraktion den Tunnel als einzigen Ausweg. Ein weiterer Flächenverbrauch und Versiegelung durch Straßenneubau sei nicht vertretbar, so die Fraktionsvorsitzende Patricia Klein. Zudem könne man dann den Künettegraben ins Westviertel erweitern. Dazu wäre der Rückbau eines Teilstücks der Westlichen Ringstraße nötig.

Bisher sind es nur Visionen. Konkrete Pläne, genaue Vorstellungen oder Kostenkalkulationen gebe es bisher nicht. Lediglich für die Untertunnelung Südkreuz läuft eine Machbarkeitsstudie. Schon 2011 kam die SPD-Fraktion mit der Idee die Donaulände zu untertunneln. Im Folgejahr war klar: eine Untertunnelung wird es nicht geben – zu teuer.