CSU diskutiert Fall Timoschenko in Schrobenhausen

Schrobenhausen (intv) Prominenter Besuch in Schrobenhausen: Eugenia Timoschenko, die Tochter der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julija Timoschenko, war am Samstag Ehrengast auf der Landesversammlung des CSU-Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik (ASP). Die 33-Jährige warb für eine Verbesserung der Menschenrechte in ihrem Heimatland und wollte auf die kritische Situation ihrer Mutter aufmerksam machen. „Ihr geht es aufgrund von Krankheiten und Misshandlungen sehr schlecht“, so die junge Frau. Julija Timoschenko war 2011 von einem ukrainischen Gericht wegen angeblichen Amtsmissbrauchs zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Zugang zu medizinischer Behandlung wurde ihr immer wieder verwehrt.

Die Regierungsgegner sehen in Timoschenko eine politische Gefangene. „Angesichts ihrer kritischen Lage danke ich der CSU für die Einladung nach Schrobenhausen, um über die Krise sprechen zu können“, sagte ihre Tochter vor den rund 150 CSU-Delegierten im Bauer-Konferenzgebäude.

Der ASP stellte in diesem Zusammenhang klare Forderungen auf. „Wir möchten die Fortsetzung der Heranführung der Ukraine an die EU und erwarten von der Regierung Janukowytsch Respekt vor Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte“, sagte Arbeitskreis-Vorsitzender Christian Schmidt (CSU) gegenüber intv. Zudem will er Julija Timoschenko aufgrund ihres politischen Leidens für den Friedensnobelpreis vorschlagen.

Zu dem Treffen in Schrobenhausen waren zahlreiche weiter Ehrengäste angereist, so zum Beispiel der neue CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sowie der CSU-Spitzenkandidat für die Europawahl 2014, Markus Ferber. Auch US-Generalkonsul William E. Moeller war angereist und sagte Eugenia Timoschenko volle Unterstützung für ihre Forderungen zu.

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