Christian Lösel als neuer OB vereidigt

Ingolstadt (intv) Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte der neue Oberbürgermeister von Ingolstadt gestern bei der Maikundgebung des DGB. Heute wurde Christian Lösel auf der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats ganz offiziell in sein Amt eingeführt.

Als gekürter Rathauschef nahm er dann auch gleich den 17 neuen Mandatsträgern den Amtseid ab.

Die gewohnte Routine blieb noch außen vor, von den protokollarischen Abläufen abgesehen war es vor allem ein Tag der Emotionen.

Um 11:42 Uhr ist es soweit – mit dem Amtseid ist Christian Lösel ganz offiziell Oberbürgermeister. Auf die Pflicht folgt die Kür, die übernimmt der Alt-OB. Alfred Lehmann übergibt seinem Nachfolger das Insignium der Macht: die goldene Amtskette.

Der Wechsel an der Rathauspitze ist somit vollzogen, sein Ziel ist ein Interessensausgleich im Stadtrat, so der allgemeine Tenor der ersten Rede. Ein möglichst breiter Konsens in den wichtigen Fragen soll im Mittelpunkt stehen.

Die Verdienste von Alfred Lehmann sind mannigfaltig, auch die Deutsche Eishockey Meisterschaft geht gewissermaßen auf sein Konto, so die lobenden Wort von Lösel an seinen Vorgänger.

Der Geehrte reit sich nun in die Gruppe der Neulinge ein.

Wie die 16 Kolleginnen und Kollegen muss auch der Alt-OB seinen Eid ablegen. Bei den alten Polit-Recken kommen da natürlich Erinnerungen auf – 1972 schlug zum Beispiel bereits die Eides-Stunde für Manfred Schuhmann von der SPD.

Ganz routiniert auch Albert Wittmann. Mit einem satten Polster von 35 mal Ja bei 14 mal Nein bleibt er Finanzbürgermeister.
Weniger glatt verläuft dagegen die Wiederwahl von Sepp Misslbeck, denn überraschend wirft SPD-Frau Veronika Peters den Hut in den Ring und holt ein Achtungsergebnis. Die Unternehmerin holt 18 Stimmen, Mißlbeck 32. Trotzdem: die Regierungsfarben bleiben schwarz und orange, der grüne Farbtupfer bleibt vorerst aus. Der designierte Umweltreferent Rupert Ebner muss sich einer Ausschreibung stellen, und das kann dauern.

Die Rollen sind also verteilt, der neue Stadtrat kann loslegen, mit neun Parteien und Gruppierungen stehen sechs diskussionsfreudige Jahre bevor.