Chemie mal anders: Gymnasiasten veranstalten Zaubershow

Schrobenhausen (intv) Vorsichtig schleichen die römischen Späher durch den Karnutenwald, bis sie auf eine Gruppe Druiden treffen, die geheime Experimente durchführen: Diese Handlung aus längst vergangenen Tagen ist nicht etwa einem Asterix-Heft entsprungen, sondern hat sich am Wochenende im Chemiesaal des Schrobenhausener Gymnasiums zugetragen. Unter dem Motto „Miraculix meets Harry Potter“ haben die Schülerinnen und Schüler des Projektseminars Chemie zu einer öffentlichen Zaubershow geladen.

„Zum Beispiel zeigen wir Flammen und Flüssigkeiten, die sich verfärben, explodierende Luftballons oder Materialien, die sich auf wunderbare Weise ausdehnen“, so Benedikt Altmannshofer, der sich ins Kostüm des Druiden „Taugenix“ geworfen hat. Zusammen mit 14 Kollegen seiner Jahrgangsstufe Q12 hat der Schüler im vergangen Jahr zahlreiche Tricks erarbeitet. „Wir haben sicherlich 100 Stunden mehr zusammen als die anderen P-Seminare, weil wir uns auch oft am Freitagnachmittag oder in den Ferien getroffen haben, um zu üben“, sagt Altmannshofer. Mitschüler Johannes Kühbacher, der den Römer „Redkeinstus“ spielt, hat sich für das Seminar entschieden, weil er generelles Interesse an Chemie hat: „Es macht Spaß, die chemischen Reaktionen anzuschauen“.

Komplette Show organisiert

Auch rund um die Versuche gab es viel zu organisieren. Ein Technik-Team kümmerte sich um Ton, Beleuchtung und musikalische Untermalung der Vorführung. Hanna Hildsberg und Sabina Fottner waren als Maskenbildnerinnen und Kostümschneiderinnen tätig: „Wir haben im Internet recherchiert und wollten für jeden Darsteller individuelle Charaktereigenschaften herausarbeiten“. Neben den Kostümen der Römer und Gallier wurden auch Schilde, Bärte und ein komplettes Bühnenbild handgefertigt. Zur Pause übernahm ein Catering-Team die Versorgung der Zuschauer; neben Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch bunt gemixte „Zaubertränke“.

Für den zweiten Teil der Veranstaltung hatten sich die Schüler externer Magie bedient. Der Schrobenhausener Stadtrat und Zauberkünstler Georg Berger gab ebenfalls eine umfangreiche Kostprobe seines Könnens – vom Seiltrick bis zu mentalen Fähigkeiten. Die Idee des P-Seminars findet Berger gelungen: „Etwas vorbereiten und die Zaubertricks dann öffentlich zu präsentieren, das ist eine wertvolle Erfahrung für die Jugendlichen.“

 

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