Cem Özdemir lobt soziales Engagement des FC Ingolstadt 04

Ingolstadt (intv) Die Vorkommnisse und Demonstrationen in Chemnitz bestimmen seit Tagen die Schlagzeilen in ganz Deutschland. Die Themen Migration und Integration werden dabei vor allem von den Lagern am rechten Rand benutzt, um Stimmung zu machen und Stimmen zu fangen. Dass, und vor allem wie Integration durchaus gelingen kann, zeigen aber oft die kleinen Beispiele, auch und gerade im Sport. Und wie das Projekt SchanzenGeber beim FC Ingolstadt zeigt, können auch kleine, regionale Beispiele auf große, politische Resonanz stoßen.
So machten am Montag-Nachmittag Bundestagsabgeordneter Cem Özdemir und die Münchener Grünen-Spitzenkandidatin bei ihrer Wahlkampftour Station beim Zweitligisten, um sich ein Bild von der FC-Initiative SchanzenGeber im sozialen Bereich zu machen.
So sind die Elf Freunde – die Inklusions-Mannschaft des FC Ingolstadt – erst in die Bayernliga aufgestiegen, der Verein veranstaltet aber auch jährlich sein Willkommensturnier für Flüchtlinge, arbeitet eng mit der Lebenshilfe zusammen und kooperiert mit vier Schulen aus der Region im Kampf gegen Rassismus – nur einige Beispiele wie die Schanzer versuchen, ihrer soziokulturellen Verantwortung gerecht zur werden. Projekte, die mittlerweile auch in Berlin und München wahrgenommen werden.
„Es ist wirklich klasse, wie sich der FC Ingolstadt hier engagiert. Glückwunsch an die Elf Freunde, die aufgestiegen sind. Aber auch das umweltbewusste Stadion hier und das Engagement in Sachen Integration ist wirklich vorbildlich und wichtig. Gerade weil man auch im Sport aufpassen muss, dass er nicht von den Falschen missbraucht wird. Und das macht der FCI hier wirklich sehr gut“, lobt Özdemir – übrigens bekennender VfB Stuttgart-Fan – das Ingolstädter Vorzeigeprojekt.