Bundesweiter erster Masterstudiengang „Schulsozialarbeit“ an der KU

Eichstätt (intv) Drogen, Mobbing, Gewalt. Bereits im Schulalltag werden Jugendliche zunehmend mit diesen Themen konfrontiert, aber auch bei Stress, Druck oder familiären Problemen haben Sozialarbeiter an Schulen ein offenes Ohr und Rat. Da Jugendhilfe speziell in diesem sensiblen Umfeld Schule immer häufiger gebraucht wird, hat die Katholische Universität Eichstätt den bundesweit ersten Masterstudiengang „Schulsozialarbeit“ entwickelt.

Denn selbst in Grundschulen gehören Sozialpädagogen mittlerweile zum Schulalltag. So entsteht auch an der Grundschule am Graben in Eichstätt eine sogenannte JaS-Stelle. Der Kreisjugendring hat zusätzlich die Trägerschaft der Jugendsozialarbeit in der Mittelschule Lenting übernommen. Sprecher Klaus Bittlmayer befürwortet das Vorhaben der Uni: „Im Grundstudium erhalten zukünftige Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter eine breite Basis an Wissen, der Master setzt hier Akzente. Es hört sich sehr praxisorientiert an.“

Schulsozialarbeit etabliert sich als Fach, als Perspektive, so Ulrich Bartosch, Pädagogik-Professor der fachhochschulischen Fakultät für Soziale Arbeit. Er wird den Masterstudiengang Schulsozialarbeit leiten: „Wir fangen das auf, indem wir von der schulischen, von der Lehramtsseite her in diesen Studiengang Studierende hineinbitten, sowie auch von der Seite der Sozialarbeit, sodass diese beiden Berufsgruppen miteinander studieren und forschen. Und später dann im Feld zusammenarbeiten“, so Bartosch. „Gerade in den nächsten Jahren, nicht zuletzt aufgrund der erheblichen Zuwanderung werden wir auch in den Schulen gute Sozialarbeiter brauchen, die das schulische Miteinander verbessern und unterstützen. Also kommt dieser Studiengang zu einem Zeitpunkt, den man gar nicht besser hätte wählen können“, erklärt Stefan Schierer, Dekan der Fakultät für Soziale Arbeit an der Katholischen Universität Eichstätt.

Bis zu 30 Studienplätze wird es in diesem Masterstudierengang geben. Los geht’s im kommenden Wintersemester. Bis September können sich interessierte Bachelorabsolventen einschreiben.