Kartoffelbohrer macht Hopfenpflanzern das Leben schwer

Wolnzach (intv) Eigentlich trägt er den falschen Namen: Kartoffelbohrer sagt man in der Hallertau zu dem Schädling, der momentan einigen Hopfenpflanzern das Leben schwer macht. Hydraecia micacea heißt der Falter in der Biologie, Markeule in korrektem Deutsch. Die Raupen dieses Insekts fressen Hopfenpflanzen von innen heraus auf. Zumindest bahnen sie sich Kanäle durch die Stauden und fressen die Triebe ab. Später dann auch noch die Wurzeln im Boden.

 Wenn sich das Insekt ausbreitet, wird das zum echten Problem für die Bestände in den Hopfengärten. Deshalb wollen die Hopfenpflanzer jetzt Pflanzenschutzmittel einsetzen, die dies verhindern. Doch für viele Chemikalien gegen Schädlinge und Krankheiten im Anbau gibt es keine Zulassung. Erst wenn die Probleme überhand nehmen, dürfen die Bauern dann aufgrund sogenannter Notverordnungen Chemie einsetzen.
Es sind Probleme wie diese, mit denen Florian Oßner in Wolnzach konfrontiert wurde. Der Bundestagsabgeordnete aus Niederbayern stammt selbst aus der Landwirtschaft. Daher weiß er auch, wie sehr die Bauern der Witterung ausgesetzt sind, die die Arbeit eines ganzen Jahres zunichte machen kann. Hier wünschen sich die Hopfenpflanzer steuerfreie Rückstellungen, um Ausgleich schaffen zu können. Doch für solche politischen Weichenstellungen braucht es erst einmal eine Mehrheit in der eigenen Partei, meint der CSU-Bundestagsabgeordnete gegenüber intv.