Bundesjugendspiele in der Kritik

Ingolstadt (intv) Die Bundesjugendspiele sind in die Kritik geraten. Die jährliche Sportveranstaltung ist für alle allgemeinbildenden Schulen nach dem Willen der Kultusminister der Länder verpflichtend abzuhalten. Für Diskussionen sorgt nun eine Petition gegen die Spiele. Eine Mutter aus Konstanz hat sie ins Leben gerufen. Grund dafür sei, dass ihr Sohn nach dem Sportunterricht weinend nach Hause gekommen sei, gedemütigt durch den sportlichen Vergleich mit den Klassenkameraden.

Am heutigen Freitag hielt das Ingolstädter Gnadenthal-Gymnasium seine Bundesjugendspiele ab. Die anwesenden Sportlehrer sehen diese Problematik nicht. Durchgeführt werden die Spiele ja ohnehin nur noch für die 5. und 6. Klassen, die daran eine Menge Spaß hätte. Dazu sei es ein Stück weit Lebensschule. Denn vor allem im Sport lernen die Kinder mit Niederlagen richtig umzugehen, die das Leben zwangsweise mit sich bringt. Die Diskussion über Sinn und Unsinn der Bundesjugendspiele dürfte vorerst noch eine Weile weitergehen.