Bund Naturschutz erleichtert

Eschelbach (intv) Tierschützer kämpfen seit Jahren gegen das Vorhaben. In Bayerns größter Hähnchenmastanlage in Eschelbach im Landkreis Pfaffenhofen sollten schon bald knapp 145.000 Tiere untergebracht werden. Doch obwohl der Bau schon so gut wie fertig ist, bleiben die Mastplätze vorerst leer. Der Grund: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat der Beschwerde des Bund Naturschutz Bayern gegen die Inbetriebnahme stattgegeben. Die Folge: Familie Höckmeier darf den Betrieb vorerst nicht aufnehmen – obwohl die Anlage weitgehend fertig gestellt ist.

Christine Janicher-Buska vom Bund Naturschutz Pfaffenhofen: „Es ging vor allem um die Priviligierung, das heißt, um die Frage, ob die Familie das Recht hat, auf freiem Gelände zu bauen. Wenn nicht, wäre das ein Gewerbebetrieb und keine Landwirtschaft“. Die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs – für den Bund Naturschutz ein erster Erfolg. „Es ist ein Etappensieg, über den wir uns sehr gefreut haben. Das Gericht hat unseren Einsatz und die ehrenamtliche Arbeit gewürdigt“, so Christine Janicher-Buska. Wann das Hauptsacheverfahren angesetzt wir, ist noch offen, ein Termin nicht bekannt. Gegen die Hähnchenmastanlage hatte auch der Markt Wolnzach geklagt, wegen der nicht ausreichenden Erschließung des Gebiets.