Brückeneinsturz bei Schweinfurt – Baufirma stammt aus Neumarkt

Neumarkt/Schweinfurt (intv) Die Baufirma, die an der eingestürzten Autobahnbrücke bei Schweinfurt arbeitet, stammt aus Neumarkt. Am Donnerstagmittag hat die Firma Max Bögl erklärt, sie werde die ermittelnden Behörden bestmöglich bei der Aufklärung der Unfallursachen unterstützen. Unter den Opfern des Unglücks befindet sich demnach kein Mitarbeiter der Firmengruppe. Die Brücke war gestern Nachmittag während der Betonarbeiten eingestürzt und hatte ein Gerüst mit in die Tiefe gerissen.

Bei dem Einsturz der Brücke über den Schraudenbach im Landkreis Schweinfurt war gestern ein Bauarbeiter aus Kroatien getötet worden. Elf Bauarbeiter erlitten schwere Verletzungen, sechs von ihnen schweben in Lebensgefahr. Auch weitere Bauarbeiter wurden leicht verletzt. Teilweise wurden die Opfer unter den Trümmerteilen verschüttet. Hunderte Helfer hatten gestern zum Teil mit Suchhunden vor Ort Hilfe geleistet.

Wie es zu dem Einsturz des etwa 40 Meter langen Brückenteils kommen konnte, ist noch völlig unklar. Am Donnerstagmittag fand eine Besprechung mit Staatsanwaltschaft, Polizei, Sachverständigen, Vertretern der Autobahndirektion und der Firma Max Bögl statt. Bögl teilt schriftlich mit, dass es sich bei dem Bauvorhaben um ein lange erprobtes und bewährtes Bauverfahren handelt. Weiter heißt es, es „muss zunächst das Ermittlungsergebnis abgewartet werden, bevor über weitere Konsequenzen für die vom Unfall betroffene oder ähnliche Baumaßnahmen nachgedacht werden kann.“ Die Polizei hat den Unglücksort abgesperrt.