Brandstiftung in künftiger Asylunterkunft

Winden am Aign (intv) Mitten in der vergangenen Nacht, um 2 Uhr 50 bemerkte ein Nachbar starken Rauch am ehemaligen Landgasthof in Winden am Aign. Die darauf alarmierte Feuerwehr musste mit 55 Einsatzkräften vor Ort stundenlang löschen, um das Feuer unter Kontrolle zu kriegen. Ein Nebengebäude, früher als Diskothek genutzt, wurde dabei schwer beschädigt. Der Schaden wird auf 150.000 Euro geschätzt. Personen sind dabei nicht verletzt worden. Das Hauptgebäude konnte die Feuerwehr vor einem Übergreifen der Flammen bewahren. Dort sollen ab 1. September 2015 67 Flüchtlinge untergebracht werden. Ursprünglich waren 125 Asylbewerber geplant. Das erregte Anfang des Jahres großen Widerstand in der Bevölkerung. Die Brandermittler des Landeskriminalamtes haben vor Ort zwei Brandherde gefunden. Daher wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Die Experten sind noch vor Ort und versuchen die genauen Umstände zu klären. Landrat Martin Wolf und Bürgermeister Michael Franken wollen an der geplanten Unterbringung festhalten. Sie hielten heute eine Pressekonferenz ab, bei der auch Regierungspräsident Christoph Hillenbrand zugegen war und der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Günther Gietl. Medien aus ganz Deutschland nahmen an der Presskonferenz teil.