Bram Schot bleibt Audi Chef und Batteriemontage kommt nach Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Die Batteriemontage kommt nach Ingolstadt. Damit hat sich der Betriebsrat in der Diskussion um die künftige Ausrichtung des Audi Werks durchgesetzt. Der Audi Gesamtbetriebsratsvorsitzende forderte am Donnerstag auf der Betriebsversammlung vom Vorstandsvorsitzenden Bram Schot eine zielgenaue Gesamtstrategie, um Audi für die herausfordernden Zeiten der deutschen Autoindustrie im Sinne der Belegschaft gemeinsam zu meistern. Mit der Batteriefertigung soll das Stammwerk für die Produktion zweier elektrischer SUV ab 2022 gerüstet sein.

Mosch mahnte weiter, dass die Batteriemontage alleine aber angesichts der Herausforderungen für die deutsche Autobranche nicht ausreiche: „Bram Schot muss nun mit dem gesamten Vorstand eine zielgenaue Strategie für Audi entwickeln, die uns einen gemeinsamen, erfolgreichen und eindeutigen Weg in die Zukunft aufzeigt.“

Audi Vorstandschef Bram Schot gab einen Ausblick auf 2019 und die aktuellen Herausforderungen. Er appelierte, „Wir müssen die Dinge gemeinsam ändern – jetzt! Wir brauchen Euch alle, damit wir unsere Potenziale heben und die Transformation klappt.“ Das kommende Jahr sei dabei entscheidend: „Mit diesem Team schaffen wir es zurück nach oben.“

Bram Schot bleibt unterdessen dauerhaft Audi Chef. Der Aufsichtsrat des Unternehmens beruft Schot zum 1. Januar 2019 zum Vorstandsvorsitzenden. Seit Juni ist der gebürtige Niederländer kommisarischer Audi Vorstandsboss, nachdem sein Vorgänger Rupert Stadler im Rahmen der Dieselaffäre in Untersuchungshaft kam. Audi Aufsichtsratschef und VW Konzernchef Herbert Diess sagte, mit der Berufung von Bram Schot habe der Konzern wichtige Weichen für die zukunftsfähige Ausrichtung von Audi gestellt. Schot habe in den vergangenen Monaten bereits überzeugende Arbeit geleistet. Audi Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch sagte, Schot habe gezeigt, dass er dem von der Belegschaft geforderten und eingeleiteten Neustart viel Schwung verleihen könne.

 

Foto: Audi AG