Bösen Überraschungen vorbeugen

Ingolstadt/Gerolfing (intv) Und wir bleiben in Ingolstadt. Einbrecher stehlen nicht nur Schmuck und Bares, sondern immer auch ein Stück Seele. Das wissen die Kriminalpolizisten nur zu gut, deshalb setzen sie alles daran, die Bürger über Dämmerungseinbrüche aufzuklären. Alfred Grob, Leiter der Kriminalpolizei Ingolstadt hat es sich deshalb auch nicht nehmen lassen, auf Einladung des CSU Ortsverbandes in Gerolfing über mögliche Schutzmaßnahmen und die aktuellen Einbruchszahlen aufzuklären.

Gerade in den frühen Abendstunden haben Einbrecher Hochsaison. Objektiv betrachtet sei die Zahl der Wohnungseinbrüche im Raum Ingolstadt noch nicht besorgniserregend hoch, für die betroffenes Opfer ist es ein tiefgreifendes Trauma. Alfred Grob, Leiter Kriminalpolizei Ingolstadt, versucht in Gerolfing die Menschen im Saal zu sensibilisieren. Es sind oftmals kleine Maßnahmen mit großer Wirkung: „Es gibt mehrere Möglichkeiten, zum einen technische Sicherungen, entsprechend die Fenster nachrüsten oder Kellerschächte vergittern. Alarmanlagen sind ein probates Mittel. Aber auch nur den Eindruck erwecken, als wäre jemand zu Hause. Licht brennen lassen, Fernseher simulieren, einen Hund anschaffen. Der wachsame Nachbar, der mal übers Grunstück schaut und eingreift, wenn jemand auffällt. Das ist so das Standard-Repertoire, dass wir nur immer wieder raten können“, betont Grob.

So konnten mechanische Sicherungen im vergangenen Jahr in Bayern 2.109 Einbrüche verhindern, Alarmanlagen 217. Alleinstehende Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften stehen oftmals im Visier der Täter. Die Schwachstellen am Haus sind definitiv aus Glas, so Grob: Mehr als 85% der Einbrüche gelingen über ausgehebelte Fenster oder Terassentüren.