Börsenturbulenzen in China

Ingolstadt (intv) Der September beginnt, so wie der August aufgehört hat – mit schlechten Nachrichten aus China. Es sind die stärksten Einbrüche der Aktienkurse im Reich der Mitte seit acht Jahren. Die chinesischen Aktienmärkte müssen immer wieder Verluste verzeichnen. Die deutsche Industrie sieht den Kurssturz in China mit Sorge, will aber weiter kämpfen und im Geschäft bleiben.

Qiang Zhou ist derzeit in Gedanken immer in seinem Heimatland. Der chinesische Unternehmer hat sich vor drei Jahren hier in Ingolstadt selbstständig gemacht. Die Börsenturbulenzen beschäftigen ihn aber. Schließlich besitzt er auch in China eine Firma. „Die größte Auswirkung ist natürlich die Währung. Die hat im Vergleich zum vergangenen Jahr einen Satz nach unten gemacht“, sagt Zhou im intv-Interview.

China zählt zum wichtigsten Absatzmarkt von Audi. Auch der Autobauer betrachtet die derzeitigen Entwicklungen an der Börse. Im Juli fiel der Absatz in China um 12,5 Prozent auf rund 42.300 Autos. Audi bleibt damit klar hinter seinen Konkurrenten BMW und Daimler. Trotzdem besteht laut Peter Mosch derzeit kein Grund zur Sorge. Der Autobauer stellt sogar wieder 3.500 Menschen ein.