BLLV-Studie: Lehrkräfte an Mittelschulen fühlen sich oft vernachlässigt

Ingolstadt (intv) Die Situation von Lehrkräften an Mittelschulen ist alles andere als einfach. Das zeigt eine aktuelle Studie, die der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV gestern vorgestellt hat. Nur knapp über die Hälfte der 530 befragten Lehrkräfte hält demnach die Lehrerversorgung für ausreichend. Zu wenig Personal für eine individuelle Schülerförderung, mangelnde mobile Reserven und das bei einem sehr hohen Anteil an Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Laut BLLV Kreisvorsitzende Karin Leibl haben es Schüler an Mittelschulen schwerer, weil sich hier alle Pflichtschulkinder versammeln. Die Spannbreite reicht von Flüchtlingen über Migrantions- und Inklusionskinder bis hin zu schwer erziehbaren oder erziehungsschwierigen Kindern. Diese brauchen mehr Aufmerksamkeit und da ist ein Lehrer oftmals zu wenig. Die Fehlstunden der Kollegen müssen dann mit Überstunden abgedeckt werden, weil mobile Reserven fehlen. Die Kinder seien aber nach wie vor gut versorgt, so Schwartz. Laut bayerischem Kultusministerium liegt die durchschnittliche Klassenstärke zwar nur bei 19,7 Schülern. Der Anteil an betreuungsintensiven Kindern wird laut BLLV bei den Klassenstärken aber nicht berücksichtigt und sollte angepasst werden.