Blitzschutz-Monteure in luftiger Höhe

Ingolstadt (intv) Sommerzeit ist auch Gewitterzeit und die Rekordhitze der letzten Tage birgt auch eine oftmals unterschätzte Gefahr: den Blitzschlag. Vor vier Tagen erst wurde eine Polizistin in Thüringen durch einen Blitz getötet, beim Kelheimer 24-Stundenrennen vor zwei Wochen kamen tausende Zuschauer mit dem Schrecken davon, als ein Blitz nur wenige Meter entfernt ins Altmühltor einschlug. Dennoch sind viele Gebäude nicht ausreichend gesichert. Damit im Fall der Fälle ein Blitz keine Chance hat – dafür geht es für die Profis manchmal auch in luftige Höhen.
Denn wenn die Reichweite von Hebebühne und Kran nicht ausreicht, kommt das Team von Blitzschutz Däumling aus Donauwörth zum Einsatz. Für die Aussicht vom Ingolstädter Donaukurier-Gebäude bleibt keine Zeit, denn ein über 45-Kilo isolierter Blitzschutz muss im Zuge der Dachsanierung auf 37 Meter Höhe gebracht werden. Für Industriekletterer Sven Zigri Routine. Für öffentliche Gebäude und bei einer Höhe von über 22 Metern ist ein Blitzschutz Pflicht – bei über 30 Grad in luftiger Höhe kein Job für jedermann. „Für Industriekletterer gibt es eine spezielle Ausbildung, die man jährlich auffrischen muss. Man sollte auch körperlich einigermaßen fit sein und natürlich auch schwindelfrei“, erklärt Industriekletterer Sven Zigri.
Auch das Thema Sicherheit entscheidend, denn bei Problemen in dieser Höhe ist man auch für Rettungskräfte nur schwer erreichbar. Für Industriekletterer eine ruhige Hand gefragt, und das Wichtigste: „dass man einen kühlen Kopf bewahrt. Denn es ist schon eine gewisse Höhe in der man arbeiten muss, da muss man schon cool bleiben“, so Norbert Schneider, seit rund 25 Jahren Obermonteur bei Blitzschutz Däumling.