Bilanz der Verkehrssicherheitsaktion

Ingolstadt (intv) Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in den Landkreisen Pfaffenhofen, Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen sowie der Stadt Ingolstadt mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei aus München eine dreiwöchige Verkehrssicherheitsaktion in der Zeit von 30.05. – 22.06.2014 durch.

Ziel der gemeinsamen Polizeikontrollen war es, die künftige Unfallentwicklung in den angesprochenen Landkreisen positiv zu beeinflussen. Hierzu waren täglich, ausgerichtet an den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Polizeidienststellen, gleichzeitig bis zu vier Polizeiinspektionen in den Landkreisen, mit engagierter Unterstützung der Kräfte der Bereitschaftspolizei, mit verschiedenen Kontrollschwerpunkten tätig.

Insbesondere standen tägliche Geschwindigkeitsmessaktionen mit und ohne Anhaltung der Verkehrsteilnehmer, Zweirad- und Schwerverkehrskontrollen, Überwachung der

Gurtanlegepflicht und des Handybenutzungsverbotes ohne Freisprecheinrichtung sowie

Alkohol- und Drogenkontrollen auf dem Programm. Die 3-wöchige Polizeiaktion setzte neben der notwendigen Ahndung der Verstöße gegen die Hauptunfallursachen auch auf verkehrserzieherische Gespräche mit besonders gefährdeten Risikogruppen, z.B. mit Motorradfahrern und Radfahrern.

393 Verkehrsteilnehmer, die erheblich (Mindestüberschreitung 21 km/h) gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit verstoßen hatten, wurden wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit zur Anzeige gebracht. Trauriger Höhepunkt war ein Motorradfahrer: Ein 27-jähriger Ingolstädter war am 06.06.14 gegen 20.30 Uhr mit seinem Krad in Eichstätt auf der Ingolstädter Straße mit 153 km/h statt der erlaubten 50 km/h gemessen worden. Den Fahrer erwarten neben voraussichtlich 680 Euro Geldbuße auch 2 Punkte in Flensburg und 3 Monate Fahrverbot.  Bei  weiteren 1094 Verkehrsteilnehmern war „nur“ eine Verwarnung bis zu 55 Euro fällig.

Während der Aktion wurden fünf Strafanzeigen wegen unterschiedlichster Delikte erstattet, z.B. wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch, Straßenverkehrsgefährdung, gefährliche Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Des weiteren wurden von den Beamten 114 Verstöße gegen die Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht,  29 Verstöße gegen das Handybenutzungsverbot als Fahrer während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung, 3 Fahrten unter Alkoholeinfluss mit Werten von 0,5 bis zu 1,09 Promille, beanstandet.

Das PP Oberbayern Nord ist überzeugt, dass Sonderkontrollen dieser Art einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Verkehrsunfälle mit Personenschäden leisten können. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und entsprechenden Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer, werden auch in Zukunft regelmäßig Verkehrsüberwachungen dieser Art durchgeführt werden.