Bienensauna gegen Bienensterben

Ingolstadt (intv) Sie sind klein, fleißig und für jeden dritten Bissen unseres Essens verantwortlich – die Honigbienen. Jedoch sind sie hochgefährdet. Seit Jahren sterben ganze Bienenvölker. Jetzt soll eine Bienensauna die Immen schützen. Durch den Befall der Varroamilbe, werden ganze Bienenvölker innerhalb eines Jahres getötet. Um dem Bienensterben entgegenzuwirken, entwickelte Bienenfreund, Richard Rossa, die Bienensauna.

Grundsätzlich funktioniert sie wie eine Fußbodenheizung, bei der die Wärme aufsteigt und die warme Luft gleichmäßig verteilt wird. Das ist für Bienen besonders wichtig. Denn sie mögen es überhaupt nicht, wenn sie angepustet werden. Neben der Honigproduktion hat die Biene noch mehr Aufgaben. Sie sorgen nämlich auch für Biodiversität, also die biologische Vielfalt. Das ermöglicht Insektenfamilien zu überleben, was zur Folge hat, dass Vögel genug zu fressen haben und Schädlinge bekämpfen. Das führt so weit, dass Lebensmittelhersteller weniger Pestizide benötigen.

Viele Imker wehren sich mit Ameisensäure und Gift. Doch das tötet nicht nur die Milbe, sondern schwächt auch die Bienen. Die Bienensauna hingegen hat neben der Schädlingsbekämpfung noch einen weiteren Vorteil. Da Bienen sich selbst aufheizen und dadurch viel Leistung verlieren, entsteht durch die natürliche Wärme der Bienensauna eine Art Erholungsphase für die Insekten. Dadurch sind die Bienen vitaler und leistungsfähiger. Imker sollten die Bienensauna zweimal im Jahr anwenden. Am besten, nachdem der Schnee geschmolzen ist und jetzt nach der Honigabnahme.