Biberpopulation in Ingolstadt wächst

Ingolstadt (intv) Noch vor einigen Jahrzehnten war der Biber in Ingolstadt ausgerottet. Erst in den 70er Jahren wurde er unter Naturschutz gestellt und wieder angesiedelt.

Dadurch konnte sich der Bestand in Bayern auf etwa 7.000 Tiere erhöhen. Auch in Ingolstadt ist durch das Hochwasser im vergangenen Jahr die Anzahl der wilden Nager gestiegen. Rund 260 Biber fühlen sich hier vor allem an den Ufern der Donau und am Baggersee zuhause.

Für die Mitarbeiter des Bund Naturschutz ist die Wiederansiedlung der bedrohten Säuger ein Erfolg. Biber verursachen jedoch oft Schäden an Wäldern und Feldern in der Landwirtschaft. Biberbeauftragte – wie Ralph Nagel – kümmern sich darum, diese in Grenzen zu halten. Mit Lebend-Fallen werden die Tiere bei Problemen gefangen und umgesiedelt. Als „Architekten der Natur“ sind Biber aber auch nützlich: Sie gestalten mit ihren Dämmen und Biberburgen die Landschaft und schaffen so Lebensraum für zahlreiche andere Arten. Ihr extrem dichtes Fell schützt sie vor Kälte und Wasser. Da sich die Zähne des Bibers ständig abnutzen, wachsen sie sein ganzes Leben Lang nach. Biber sind also genauso nützliche wie faszinierende Tiere, die bewahrt werdenm sollten.