Beteiligung erwünscht: „Bahnhof lebt“ sucht Nutzung für Alten Bahnhof in Eichstätt

Eichstätt (intv) Seit Jahren steht das gut 100 Jahre alte, denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Eichstätt leer und ungenutzt. Es ist im Besitz der Stadt, doch die scheut die millionenschweren Sanierungsmaßnahmen. Jetzt wollen engagierte Bürger die Ärmel hochkrempeln und ihren Bahnhof mit Leben füllen.
Als allererstes muss Klarheit herrschen, wie wird der Alte Bahnhof in Zukunft genutzt? Und da haben Tom Muhr, Jochen Grammer und das Team des neugegründeten Vereins „Bahnhof lebt“ viele Ideen. Die Räume im 1. Stock richten die Bürger derzeit für eine Zwischennutzung her. „Wir richten die Räume her, sprich Tapete runter, Boden raus, streichen, ein paar Tische, Stühle und Sofas rein, damit wir von hier aus agieren können“, so Jochen Grammer, Mitinitiator des Vereins „Bahnhof lebt“.

„Der Bürgertreff Diagonal ist da unser Vorbild. Da waren wir schon überrascht, dass da zur Zeit 90 Gruppen sind. Wichtig ist, dass hier im Bahnhof keine Egoismen gelebt werden, keiner einen Raum für sich beansprucht und die Tür zusperrt, wir stellen uns stündliche oder Tagesweise Nutzung der Räume vor“, erklärt Tom Muhr, ebenfalls Mitinitiator. Der Fahrplan wird derzeit noch gesteckt, bis Sommer soll das Konzept zur Nutzung stehen. Der Rückhalt des Stadtrats ist Ihnen dabei sicher. Oberbürgermeister Andreas Steppberger freut sich über das bürgerliche Engagement und will die Gruppe kreativ sein lassen.“Sie wissen alle, es ist ergebnisoffen.“

Die Mitglieder von „Bahnhof lebt“ treffen sich jeden 1. Montag im Monat, jeder der sich einbringen möchte ist herzlich willkommen.