Bessere Vernetzung von Ampeln – Ingolstadt geht einen weiteren Schritt zur Smart City

Ingolstadt (intv) Ingolstadt wächst rasant. Die vorhandenen Infrastrukturen kommen da irgendwann an ihre Grenzen. Vor allem der Verkehrsfluss leidet enorm darunter – was tagtäglich tausende Autofahrer zu spüren bekommen. Die Stadt arbeitet deshalb schon seit Längerem an der Verbesserung der Situation. Im Fokus dabei: eine bessere Vernetzung der Ampeln.

Der Wunsch nach mehr Grün könnte schon bald in Erfüllung gehen. Ein neues Verkehrkonzept soll zumindest den Verkehrsfluss verbessern. Die erhoffte grüne Welle gibt es allerdings nicht ganz umsonst. Von den 160 Ampeln im Stadtgebiet müssen 66 Ampeln erneuert werden. Je nach Alter bedeutet das mehr oder weniger Aufwand – von neuen Steuergeräten über LEDs und neue Verkabelungen. Die Kosten sind mit 2,2 Mio Euro kalkuliert. Manche Ampeln sind so alt, dass sie nicht mehr an die Smart City-Schnittstelle angeschlossen werden können. Diese ermöglicht es den Autos mit dem zentralen Rechner, der den Verkehr steuert, zu kommunizieren. Die wissen dann, wann eine Ampel auf Rot oder Grün schaltet. Was so einfach klingt ist ziemlich kompliziert, weil die Ampeln kein festes Muster haben, sondern sich nach dem aktuellen Verkehr richten. Sie werden z.B. durch Fußgängerampeln, Busse und Induktionsschleifen beeinflusst. Langfristig dient die Schnittstelle auch dem autonomen Fahren.
Angst vor weiteren Baustellen müssen die Autofahrer aber nicht haben. Die Umrüstung einer Ampel dauert etwa zwei Tage. In dieser Zeit ist sie aus. An großen Kreuzungen regelt dann die Polizei den Verkehr.