Besser, frischer, Schrebergarten

Ingolstadt (intv) Insgesamt 16 Kleingartenanlagen gibt es im Stadtgebiet Ingolstadt. Die eine Hälfte davon liegt in privater Hand, die andere Hälfte kann in Form von 1016 Parzellen, die über 42ha verteilt sind, vom Freistaat gepachtet werden. Die ältesten Schrebergärten Ingolstadts liegen in der Kleingartenanlage an der Münchener Straße.

Saftige Zwetschgen, pralle Tomaten, süße Trauben und knackige Paprika. Alles selbst angebaut, aus dem eigenen Naturparadies geerntet – und das mitten in der Großstadt. Vor 99 Jahren ist aus der alten Bahnstrecke ein Gartenparadies geworden. Einer der ältesten Gärten der Anlage ist in Besitz von Familie Dittrich/Hornig aus der 18. Parzelle. Sie garteln hier schon in der drittten Generation und sind stolz darauf. Ihre Apfelbäume sind schon an die 100 Jahre alt und auch Opas Gartenhäuschen steht – wenn auch etwas umgebaut – noch an Ort und Stelle.
Aus dem Häuschen wurde mit der Zeit eine Pergola, die mit einem dichten Blätterdach aus blauen Weinreben und Kiwisträuchern überwachsen ist. So gibt es auch im heißesten Sommer immer ein kühles Plätzchen zum Entspannen. Und auch für die kleinsten fleißigen Mitbewohner wird mit einem Insektenhotel gesorgt.

Obwohl jede Parzelle ganz unterschiedlich aussieht, gibt es ein paar Grundregeln bei der Gestaltung. Vorstand Michael Nuber erklärt, dass die Parzellen zu je einem Drittel mit Obst und Gemüse, Rasen und Blumen angepflanzt werden sollte. Dabei ist man aber frei in der Umsetzung. Wer nun glaubt, dass so ein Garten nur etwas für Rentner sei, der irrt. Die meisten Besitzer sind berufstätig und das jüngste Mitglied war bei der Neuvergabe gerade einmal 22 Jahre alt. Die Mischung machts. Daher kommt es den Kleingärtnern nicht auf die Nationalität oder das Alter der Bewerber an, sondern die Sympathie entscheidet.

Nächstes Jahr wird groß gefeiert. Die Planungen laufen bereits. Zum 100. Jubiläum sind alle Bürgerinnen und Hobbygärtner schon jetzt herzlich eingeladen!