Berufsschule Neuburg feiert 150. Geburtstag

Neuburg a.d. Donau Gewerbliche Fortbildungsschule für Knaben – so hieß die heutige Berufsschule Neuburg zur Eröffnung vor 150 Jahren. Damals mussten die Lehrlinge ihrem Ausbilder noch Lehrgeld bezahlen, heute bekommen sie Ausbildungsvergütung. Wie sich die Zeiten ändern. Mit 78 Schülern ging die Einrichtung für berufliche Bildung an den Start, heute werden hier rund 2.500 junge Menschen in verschiedensten Berufen ausgebildet. Von diesem breiten Spektrum konnten sich Festgäste bei der 150 Jahrfeier ein Bild machen. Heute wie damals ist die Schulgemeinde stolz auf ihre vielfältigen Möglichkeiten: „Wir haben eine Reihe von kaufmännischen Berufen, Büromanagement sagt man da heute, Elektroniker für Gebäudetechnik, Erzieher. Das Berufliche Schulzentrum umfasst aber viel mehr, wir gehören alle zusammen, insgesamt acht Schulen mit Wirtschaftsschule, FOS/BOS und die Fachakademie für Sozialpädagogik um nur einige zu nennen“, zählt Schulleiter Fritz Füßl sein umfangreiches Einsatzgebiet auf.

Im Beisein von 200 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft, darunter Staatssekretär Bernd Siebler, ließ Schulleiter Fritz Füßl mehr als ein Jahrhundert Revue passieren. Vor allem für Landrat Roland Weigert schwingt ein Stück Nostalgie mit im Raum, er hat vor etwa 30 Jahren die Berufsschule Neuburg im kaufmännischen Zweig besucht. Berufschulzentrum und Landkreis mussten sich über die Jahre mit so mancher Krücke behelfen, erinnert er sich:

„Wir haben die vollwertige FOS und BOS am Standort Neuburg hinbekommen. Das bedeutet natürlich auch zusätzlich Raum. Containersituationen waren da unausweichlich. Da hat sich die Berufsschule sehr flexibel und kooperativ gezeigt“, so Weigert.

So werden eine Turnhalle und 15 zusätzliche Klassenzimmer fürs Berufsschulzentrum die Folge sein. Gut 17 Millionen Euro Investitionsvolumen sind bereits eingeplant. Im Zuge des Ringtauschs vergrößert sie sich um die Gebäude des Sonderpädagogischen Förderzentrums, das zieht wiederum in die Realschule um.