Berufsbildungszentrum am Klinikum verzeichnet sinkende Schülerzahlen

Ingolstadt (intv) Die Generalsanierung am Klinikum läuft. Container und einer großer Baukran dominieren im Moment das Bild an der Krumenauer Straße. Um die 300 Millionen Euro fließen in die Sanierung, die ein echter logistischer Kraftakt ist. Gestern bei der Zweckverbandsversammlung des Klinikums ging es allerdings um ein gesamtgesellschaftliches Thema.

Der Pflegenachwuchs bleibt immer öfter aus – auch am Berufsbildungszentrum.

Der Bewerbermarkt für die fürs Klinikum wichtigen Schulen wie etwa der Krankenpflegeschule, der Krankenpflegehilfeschule und der Schule für Operationstechnische Assistenten habe sich verändert, so Heribert Fastenmeier zu den Mitgliedern des Krankenhauszweckverbandes. Die Zahl der Bewerber sei rückläufig, außerdem häufen sich Kündigungen in der Probezeit genauso wie nicht bestandene Examen.

Diese seien früher selten gewesen. „Innerhalb des diesjährigen Jahrgangs der Krankenpflegeschule, der 30 Personen umfasst, gab es sechs Kündigungen in der Probezeit“, berichtete Fastenmeier.

Das Klinikum versucht auf diese Entwicklung zu reagieren, indem es mittlerweile mehr junge Menschen pro Jahrgang einstellt. So wollen die Verantwortlichen die Klassenstärke, trotz Abbrecher, auf Dauer konstant halten.

Letztendlich fehlen dem Klinikum Fachkräfte, laut dem Geschäftsführer des Klinikums ein besorgniserregender Trend. Der Beruf müsse insgesamt attraktiver werden, darüber herrschte gestern bei den Mitgliedern des Krankenhauszweckverbandes Einigkeit.