Beilngries muss tiefer in die Kasse greifen

Beilngries (intv) Bürgermeister Alexander Anetsberger tourt derzeit durch seine Großgemeinde, bei mehr als 20 Bürgerversammlungen steht er den Beilngriesern Rede und Antwort. So wie viele Bauherren macht auch die Altmühlstadt gerade die Erfahrung: nicht alle Projekte laufen reibungslos. Bei der Umgehungsstraße und der Kita hat das Konsequenzen. Der Bau der großen Trasse im Süden geht zwar zügig voran, doch es gab bereits unliebsame Überraschungen:

„Wir mussten mehr Boden ausheben. Wir befinden uns ja im Schwemmlandbereich, im Talgrund. Da ist es trotz Bodenproben nicht immer vorhersehbar, wie groß der Aushub tatsächlich ist. Und somit haben wir mehr Massen an Boden, die herausgenommen werden, die bewegt und zum Teil auch entsorgt werden müssen. Somit brauchen wir auch mehr Material, das für den stabilen Aufbau der Straße erforderlich ist. Diese Massen haben sich doch beträchtlich erhöht. Wir erwarten dementsprechend auch erheblich Mehrkosten, nur können wir jetzt noch nicht genau absehen, um wie viel es teurer wird“, so Anetsberger gegenüber intv.

Im Zuge des schnellen Baufortschritts musste der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung extra einen Nachtragshaushalt bewilligen. Der 1. Bauabschnitt war usprünglich mit zehn Millionen angesetzt. Auch beim derzeit größten Hochbau der Altmühlstadt, der Kita am Franziskanergarten gibt es Mehrkosten:

„Hier ist es so, dass sich der Fertigstellungstermin ebenfalls verzögert. Wir wollten ja schon am 1. Januar das Bauwerk fertigstellen, dann die betroffenen Kindergartengruppen umziehen lassen. Das wird leider so nicht funktionieren. Jetzt brauchen wir noch einmal eine Übergangslösung für maximal vier Monate. Der 1. Mai ist jetzt gesetzt. Die Zwischenlösung werden Container sein.“

Das fünf Millionen schwere Großprojekt startete erst diesen März. Die Fertigstellung bis Januar war ambitioniert, gab Anetsberger zu.
Die Container als Provisorium stehen dann in unmittelbarer Nähe zum Neubau.