Baywa setzt auf digitale Landwirtschaft

 

Wolnzach (intv) Die Baywa in Oberbayern steht gut da: Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Agrarhändler seinen Umsatz 2017 auf 685 Millionen Euro steigern. Für das laufende Jahr steht ein Thema aber ganz oben auf der Agenda: Digitalisierung. Besonderen Fokus legt das Unternehmen auf das sogenannte Digital Farming, also die digitale Landwirtschaft.

Beherrschendes Thema in allen Baywa-Sparten ist die Digitalisierung. Das verkündete Josef Sternecker auf der heutigen Pressekonferenz im Wolnzacher Ortsteil Bruckbach. Er ist Spartengeschäftsführer im Bereich Agrar für die Region Oberbayern. Der Agrarkonzern setzt auf Landwirtschaft 4.0, zum Beispiel mit dem sogenannten „Digital Farming“. Dazu gehört  die Software „Next Dünging“. Diese berechnet auf Knopfdruck die gesetzlich zulässigen Mengen für Stickstoff, Phospor und Kali.

Auch der Ausbau des Online-Handels am Standort Bruckbach ist ein wichtiges Thema. Bequem per Mausklick sollen Landwirte in der Region in Zukunft zum Beispiel Düngemittel bestellen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass der stationäre Handel wegfällt, wie Sternecker betont.

Zu den weiteren Ergebnissen, die heute bekannt gegeben wurden: Die Sparten Technik, Energie und Baustoffe legten im vergangenen Geschäftsjahr zu. Auch der schwierige Agrarsektor schnitt trotz eines minimalen Umsatzrückgangs gut ab. Der Umsatz betrug im Jahr 2017 in den Bereichen Agrar, Technik und Energie jeweils mehr als 100 Million Euro. Im Bereich Baustoffe waren es 326 Millionen Euro.

Auch die Aussichten für das laufende Jahr sind gut. Für 2018 sind an den Standorten in Oberbayern Investitionen in Höhe von insgesamt rund 18 Millionen Euro geplant.

Bei so vielen guten Zahlen gerät die Inbetriebnahme einer Versuchsbrauerei in den Räumen der Baywa fast in Vergessenheit. Hier sollen Biere und Craft-Biere gebraut werden, um den Kunden weltweit zu zeigen, was man mit Hopfen alles anstellen kann. In ein bis zwei Wochen freut man sich über das frisch gebraute flüssige Gold.