Bayern ist Wolfsland – Konflikte und Lösungen

Eichstätt/Hitzhofen (intv) Die Debatte wird hitziger, denn jetzt ist Bayern nicht mehr Wolfserwartungsland, sondern Wolfsland.
Einer ist mehrfach in Hohenfels bei Neumarkt gesichtet worden, in Grafenwöhr sogar ein Pärchen, also nur ein Katzensprung vom Altmühltal entfernt.
Nicht ohne Grund schlagen die Schäfer hierzulande Alarm, wie Detlef Müller aus Hitzhofen. „Wir appellieren an die Politiker, helft uns, denn es wird nicht mehr lange dauern, dann ist der Wolf da.“

Vorbereitung ist jetzt das A und O, um eventuelle Schäden durch Wolfsrisse gering zu halten. Höhere Zäune, höhere Voltzahlen, höhere Kosten. Und Herdenschutzhunde, die dem Wolf paroli bieten können.

Die Sonderausstellung des Senkenberg Museums Görlitz, die bis Februar im Jura-Museum Eichstätt gastiert, soll über den Wolf aufklären, Irrtümer ausräumen. Obwohl das Zusammentreffen von Mensch und Wolf äußert selten vorkommt, warnt Diplom-Biologe Andreas Hecker davor, den Wolf zu verharmlosen. Niemals einen Wolf füttern, sonst verliert er die Scheu vor den Menschen.
Keiner kann sagen, wann der Wolf im Landkreis Eichstätt gesehen wird und ob er im Altmühltal ein Revier gründet. Detlef Müller und seine Schäferkollegen jedenfalls werden wachsam sein.