Bayerische BRK Geschäftsführer beraten Asyl-Strategie in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Eine Nonne mit weißer Haube steht in Sandalen neben einem Afrikaner mit Rastalocken, barfuß im Anzug. Fotos wie dieses sind momentan in der Kreisgeschäftsstelle des BRK Pfaffenhofen zu sehen. Conny Kurz hat diese Bilder gemacht und ihre Ausstellung wird demnächst auch im bayerischen Landtag gezeigt. Denn Conny Kurz will dem Thema Asyl auch mal heitere Seiten abgewinnen. Die hat sie selbst in Flüchtlingslagern erlebt. Als ehrenamtliche Helferin in Landsberg am Lech hat sie Kleider sortiert und den Asylbewerbern geholfen, sich in der Fremde zurecht zu finden. Mit dem Rucksack war die Fotografin einst als junges Mädchen in Asien unterwegs und hat dort eine unglaubliche Hilfsbereitschaft erfahren. „Davon kann ich jetzt einen kleinen Teil zurückgeben“, erklärt sie im Interview mit intv. Ihre Ausstellung wird eröffnet bei einer außerplanmäßigen Sitzung. Dazu kamen BRK-Kreisgeschäftsführer aus ganz Bayern nach Pfaffenhofen. Einziges Thema der eintägigen Besprechung: Asyl. „Wir müssen von der akuten Notaufnahme zur dauerhaften Integration“, erläutert Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. „Die Flüchtlinge sind ein Teil der Gesellschaft. Wir wollen, dass sie hier integriert werden.“ Vor allem die BRK Ehrenamtlichen in den Grenzregionen sind stark belastet. Auf lange Sicht wird das Bayerische Rote Kreuz die Wartezentren in Erding und Feldkirchen vom Deutschen Roten Kreuz übernehmen. Auch die Strategie dafür wurde heute in Pfaffenhofen besprochen.