Baustelle im Klassenzimmer

Ingolstadt (intv) In der Ferienzeit wird nicht nur auf Ingolstadts Straßen fleißig gebaut und nachgebessert, auch so manches Klassenzimmer verwandelt sich in den Ferien in eine Baustelle. An Ingolstadts Grundschulen werden sanitäre Anlagen erneuert und ganze Klassenräume auf den modernen Stand gebracht. Beispielsweise in der Freiherr-von-Ickstatt-Realschule drücken keine Schüler die Werkbank, sondern Handwerker arbeiten gerade fleißig an der Akkustikdecke. Die Klassenzimmer sollen mit Whiteboard und multimedialer Technik auf den neuesten Stand gebracht werden. Im Zuge der Generalsanierung der Realschule, die sich bereits seit sieben Jahren hinzieht: „Es ging los mit der Fassadensanierung, die Fenster wurden erneuert, die Toilettenanlagen wurden renoviert und umorganisiert und jetzt befinden wir uns im letzten Ausbauzustand und zwar richten wir jetzt die Klassenzimmer her. In diesem Fall haben unsere Kostenberechnungen ergeben, dass wir doch trotz des hohen Aufwandes noch deutlich unter den Kosten für einen Neubau liegen werden. Das hat sich auch bewahrheitet, das Gesamtvolumen liegt hier bei circa acht Millionen Euro“, rechnet Hochbauamtsleiter Gabriel Nißl vor. Er sieht auf den Schulbaustellen nach dem Rechten.

Auch in der Grundschule an der Lessingstraße stehen Baumaßnahmen an: „Hier wird in Kürze damit begonnen, einen zusätzlichen Raum für die Mittagsbetreuung zu schaffen. Bei der Lessingschule handelt es sich ja um die 1. Grundschule, an der modellhaft die Ganztagsschule versucht wird, somit besteht hier mehr Bedarf für das Thema Mittagsbetreuung. Dafür ist ein mit Schiebetüren abtrennbarer Raum angedacht“, berichtet Nißl.

Ein neues Gesicht bekommt das Christoph-Scheiner-Gymnasium. Derzeit ist eines der Hauptgebäude wegen Fassadenarbeiten eingerüstet. Kostenpunkt: 120.000 Euro.

Und auch die Grundschüler auf der Schanz dürfen sich auf renovierte WC-Anlagen freuen. Man liege im Zeitplan, ein Abschluss bis Schulbeginn ist jedoch nicht machbar: „Es ist nicht möglich, diese umfangreichen Baumaßnahmen nur in sechs Wochen umzusetzen. Die Bauarbeiter würden sich auf dieser beengten Baustelle gegenseitig auf die Füße treten. Wir haben gewisse Zeiten zu beachten, was Estrichaushärtung usw. betrifft. Daher versuchen wir die lärmintensiven Arbeiten in die Ferien zu legen, um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen“, erklärt Nißl weiter. Die Generalsanierung des Gebäudes aus den 50er Jahren wird sich wohl noch weiter hinziehen: nächstes Jahr sollen Sanitäranlagen in anderen Trakten saniert werden. Bei etwa 40 Schulen im Stadtgebiet ist sich der Hochbauamtschef sicher: die Liste an renovierungsbedürftigen Schulen wird auch in Zukunft nicht abreißen.