Batman ganz nah: Internationale Nacht der Fledermäuse

Ingolstadt (intv) Ihr Ruf ist dank Vampirfilmen zwar nicht der Beste, aber dass sie keiner Fliege etwas zuleide tun könnten, wäre hier auch die falsche Formulierung. Denn Fledermäuse ernähren sich ausschließlich von Insekten. Für uns Menschen macht dieser Umstand die fliegenden Säugetieren wiederum zu äußerst nützlichen Schädlingsbekämpfern. Dieses Wochenende ist Internationale Fledermausnacht und darum hat der Landesbund für Vogelschutz Ingolstadt zum Kennenlernen der lautlosen Jäger an den Stausee eingeladen.

Zahlreiche Kinder und Erwachsene lauschten gestern Abend dann auch gebannt Kerstin Kellerers Erklärungen. Die Fledermausexpertin setzt sich vor allem für den Schutz der bedrohten Tierart ein. In ganz Bayern gibt es nur noch gut 20 verschiedene Arten. Die meisten von ihnen sind aufgrund unterschiedlicher menschlicher Einflüsse vom Aussterben bedroht. In der Regel sind die kleinen Säugetiere auch nur schwer zu sehen und so gut wie nie zu hören, aber im Spätsommer begeben sich die Fledermäuse auf die Suche nach einem Winterquartier und sind so gut zu beobachten. Bereits seit 1997 treffen sich darum in über 30 Ländern Fledermausfreunde am letzten Augustwochenende zur internationalen Fledermausnacht.