Bandübungsräume dreimal so teuer

Eichstätt (intv) Die rege Bandszene in Eichstätt atmet auf. Bereits im August können Musikgruppen das Kellergeschoss des alten Bahnhofgebäudes als Probenräume nutzen. Einen faden Beigeschmack haben jedoch die Kosten, die die Sanierung des Baudenkmals mit sich zog. Die sind von ursprünglich 40.000 Euro auf insgesamt 120.000 Euro gestiegen. Stadtbaumeister Manfred Janner musste in der gestrigen Sitzung zähneknirschend vor den Stadträten schwere Fehler eingestehen und sich gar entschuldigen.

Die Schallschutzdecke war so dick, dass die Bodenplatte 20 Zentimeter tiefer gelegt werden musste, erklärt Janner die Kostenexplosion. Plus die dringende Sanierung eines Öllagerraums neben den Bandproberäumen. Der Stadtbaumeister will aus diesem Fehler lernen und keine Baumaßnahmen mehr überstürzt durchführen, bevor keine exakte Kostenberechnung auf dem Tisch liegt.

Stadtrat Klaus Bittlmayer betont aber, dass die Realisierung der Bandräume richtig und unbedingt nötig war: „Viele Bands sind schon lange auf der Suche nach Alternativen für die alten Proberäume. Es war schon aufwändig, aber trotzdem, unterm Strich denke ich war das hier eine sehr effiziente Lösung, um zu solche Bandproberäume zu kommen.“

Ein Antrag der Grünen brachte den Stein für die Bandübungsräume im Bahnhof vergangenes Jahr ins Rollen. Jetzt steht die Nutzung des restlichen Gebäudes an. Die Stadtverwaltung beschäftigt sich hier mit gleich zwei Anträgen: „Wir arbeiten gerade auf, ob es möglich wäre, dort auch die akute Raumnot der Musikschule und der Stadtkapelle zu lösen. Alternativ haben wir auch Überlegungen, im Hinblick auf Gastronomie auf dem neugestalteten Bahnhofsvorplatz“, berichtet Oberbürgermeister Andreas Steppberger.

Bis September soll den Stadträten ein Konzept vorliegen. Eins steht fest: Stadtbaumeister Manfred Janner wird die Sanierungskosten, die dann anfallen, sicherlich mehrmals durchrechnen.