Ballersdorf und Sehensand formieren sich gegen B16-Ausbau

Neuburg a.d. Donau (intv) Hören sie Schlagworte wie Monstertrasse, denken die Sehensander und Ballersdorfer derzeit nicht zuerst an Strommasten. Ihnen treibt vielmehr der geplante dreispurige B16 – Ausbau zwischen Manching und Donauwörth die Sorgenfalten auf die Stirn. Ein Teilstreckenvorschlag des Straßenbauamtes durchzieht unter anderem den Sehensander Forst samt Wasserschutzgebiet. Grund genug für die Anwohner eine Bürgerinitiative zu gründen und auf die Barrikaden zu gehen. Hugo Müller, Gerhard Janocha und Alfred Speer sind die Köpfe der Bürgerinitiative gegen den Ausbau der B 16 bei Ballersdorf und Sehensand. Ihren Berechnungen zufolge wären fünf Brückenneubauten über die Bundesstraße erforderlich, circa 350.000 Quadratmeter Natur wären verbaut. Das wollen sie nicht zulassen: „Zudem gibt es jetzt ein neues Gesetz, worin es heißt, bis 2020 sollen vorhandene Projekte vom Naturverbau halbiert werden. Und das ist ja hier völliger Irrsinn. Neue Trassen, wenn sie schon gewählt werden, sollen dann nur parallel zu bestehenden Verkehrswegen gebaut werden. Das ist hier auch nicht der Fall.“

Die Bürgerinitiative hat in kürzester Zeit fast 1.200 Unterschriften gesammelt, um gegen die Trassenführung zu protestieren. Denn im Vorfeld könne noch einiges bewegt werden, so Müller: „Der erste Referentenentwurf soll bis Oktober 2015 ausgearbeitet sein. Wenn dann diese Trasse dort aufgenommen wird, dass das nicht wir alleine sind, sondern auch die Stadt, Parteien und Verbände

Um noch mehr auf ihr Begehr aufmerksam zu machen, organisiert Müller und sein Team kommenden Sonntag um 14 Uhr eine Begehung im Sehensander Forst und informiert über den aktuellen Stand der Trasse, die zur Verdeutlichung abgesteckt ist. Ihr Alternativvorschlag wäre der dreistreifige Ausbau der bestehenden B16 über den Burgwaldberg bei Kreuth.