Bajuwarische und orientalische: Krippen im Rathaus Geisenfeld

Geisenfeld (intv) Ein Mann mit einem Dudelsack steht neben den Heiligen Drei Königen und spielt sein Instrument zu Ehren des neugeborenen Heilands. Auch beim Bau einer Krippe sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Krippenbauer Max Weikl bastelt seit Jahrzehnten immer wieder neue Varianten von Bethlehems Stall. Die brauchen dann auch ihr Publikum – und so hat er in den letzten 22 Jahren mehr als 70 Ausstellungen organisiert. Eine davon im Rathaussaal von Geisenfeld. Dort konnte das Publikum große bayerische Alpenhöfe als Kulisse der biblischen Geschichte sehen. Oder auch Mauern einer ungewöhnlichen Ruine. Weikl unterscheidet traditionell bayerische und orientalische Krippen. Daran scheiden sich oft die Geister seiner Kunden. Davon gibt es leider immer weniger, stellt der hauptberufliche Elektriker fest. Denn nur wer selbst als Kind eine Krippe am Heiligen Abend erlebt hat, stellt dann als Vater seinen eigenen Kindern auch eine unter den Weihnachtsbaum. Mancher Opa ist sogar so geschickt, dass er eine Krippe selbst basteln kann. Dort steht das gute Stück jahrzehntelang jedes Jahr aufs Neue unter dem Weihnachstbaum. Ob die Heilige Familie dann auch in einer solch lebendig anmutenden Umgebung steht, kann bezweifelt werden. Denn das macht Weikls Krippen vor allem aus: Eine ausgeprägte Liebe zum Detail.