Autobahndirektion erklärt verschobenen Seitenstreifenausbau

Schweitenkirchen (intv) Der Seitenstreifen Richtung Süden auf der Autobahn A9 wird 2015 nicht ausgebaut. Mit dieser Nachricht überraschte die Autobahndirektion Südbayern die Gemeinden neben der A9 nicht nur, sie verärgerte sie auch. Zumindest die Kommunalpolitiker. Vor allem in Schweitenkirchen. Hier hatte man sich voll auf die lang angekündigten Pläne für das nächste Jahr verlassen. Zumal erst kürzlich die sogenannte Ampertal-Delegation im Bundesverkehrsministerium zu Gast war und man dort wieder Hoffnung auf Lärmschutz gemacht hatte. In dieser Delegation haben sich Gemeinden an der A 9 zusammengeschlossen, um gemeinsam Lärmschutz zu erreichen. Doch Lärmschutz ist jetzt noch weiter in die Ferne gerückt, obwohl die Gemeinde Schweitenkirchen der Autobahndirektion Südbayern in diesem Halbjahr weit entgegengekommen war. So wurden hier 2014 zwei wichtige Strassen nicht saniert, obwohl das dringend nötig gewesen wäre. Das Rathaus wollte aber mit diesen zusätzlichen Baustellen in der Gemeinde weder den Verkehr zur Baustelle noch den absehbaren Ausweichverkehr von der chronisch verstopften Autobahn behindern. Umso verärgerter ist man jetzt, weil der Ausbau in Richtung Süden nicht wie geplant im nächsten Jahr weiter geht. Auf Nachfrage von intv hat die Autobahndirektion Südbayern heute erläutert, warum man die Pläne so kurzfristig über den Haufen geworfen hat.