Auswahlgespräche für Ingolstädter Profilschule

Ingolstadt (intv) Begabte Schüler mit schwierigen Startbedingungen auf dem Weg zum Abitur unterstützen. Das ist das Ziel der Ingolstädter Profilschule, die im kommenden Schuljahr startet. Dort wird es für jedes Kind einen individuellen Förderplan geben, der sich den jeweiligen Talenten und Bedürfnissen anpasst. Die Schule ist ein Kooperationsprojekt der Bayerischen Staatsregierung, der Stadt Ingolstadt, der Roland Berger Stiftung und der AUDI AG. Am Samstag fanden die ersten Auswahlgespräche für die fünfte Jahrgangsstufe statt.

Dazu war auch die elfjährige Nefeli Zntavou eingeladen. Die aus Griechenland stammende Schülerin ist erst seit 1,5 Jahren in Deutschland. Sie spricht zwar schon relativ gut Deutsch, ihre Eltern jedoch kaum. Folglich können sie sie in schulischen Belangen kaum unterstützen. Mit einer Aufnahme auf der Profilschule würde Nefeli diese Unterstützung von Seiten der Schule erhalten und zudem eine gezielte Deutschschulung. Und tatsächlich konnte sie die Jury im Gespräch überzeugen. Sie und zehn andere Bewerber werden im kommenden Schuljahr die fünfte Klasse der Profilschule am Christoph-Scheiner-Gymnasium besuchen. Es wird auch eine dritte Klasse im Rahmen der Profilschule geben. Diese wird in der Grundschule Auf der Schanz unterrichtet. Schrittweise wird das Projekt dann auf die anderen jahrgangsstufen ausgeweitet. Keine der Klassen wird mehr als 18 Schüler haben. So soll es Kindern ermöglicht werden Abitur zu machen, die in anderen Schulen, zum Beispiel auf Grund sprachlicher Barrieren, keine Chance dazu hätten.

Da die Plätze für die Profilschule noch nicht alle vergeben sind, ist es noch möglich sich zu bewerben. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite www.schuelerstipendium.de