Austausch unter Gleichgesinnten

Pfaffenhofen (intv) Spätestens seit dem Flüchtlingsstrom vor drei Jahren ist Integration in Städten und Gemeinden ein Thema. Dabei geht es um viele Fragen, von den ersten Schritten im neuen Land bis hin zur Berufsausbildung oder Wohnungssuche. Viele Ehrenamtliche engagieren sich auch in der Region jeden Tag. Integrationsbeauftragte aus ganz Bayern sind am Dienstag in Pfaffenhofen zusammengekommen um sich zu diesem wichtigen Thema auszutauschen.

Der große Sitzungsaal im Landratsamt Pfaffenhofen ist voll. Aus ganz Bayern sind die Konferenzteilnehmer gekommen. Sie kümmern sich in ihrer Gemeinde um die Integration der Asylbewerber, meist ehrenamtlich. Ein Austausch mit Gleichgesinnten ist da nur wertvoll. Auch die Integrationsbeauftragte des Landkreises Pfaffenhofen hat schon einen wichtigen Anstoß mitgenommen. Sie will einen Integrationsbeirat gründen.

Eine Podiumsdiskussion, Kurzvorträge, Workshops und ein Marketplace standen auf dem Tagesprogramm. Es geht darum, sich zu vernetzen.

In Winden am Aign hat Ute Pfab den Verein Bukra gegründet – das steht für Begegnung, Unterstützung, Kultur, Respekt und Anfang. Die zehn Vereinsmitglieder kümmern sich im Moment um rund 35 Asylbewerber. Ihre Erfahrungen, wie aus dem ehrenamtlichen Helferkreis ein Verein wurde, teilt sie gerne.

Integration ist ein gegenseitiger Prozess sagt Jakob Ruster, der Veranstalter der Konferenz. Ein Prozess, in dem es nicht nur um ein herzliches Willkommen geht. In Zukunft wird es darum gehen, die Asylbewerber auf dem Weg in den Beruf zu begleiten, in Sprachkursen oder Schüler in der Schule helfen.

Viele Aufgaben, die auf die ehrenamtlichen Helfer und Integrationsbeuaftragten zukommen. Und auch wenn nicht immer alles gut läuft, eine Veranstaltung wie heute macht Mut. Denn sie zeigt: beim Thema Integration steht keiner alleine da.