Ausflugstipp: Modelleisenbahn Miniaturland in Treuchtlingen

Treuchtlingen (intv) Der Bahnhof Treuchtlingen war einst ein wichtiger Eisenbahnknoten in Bayern. Nach der Eröffnung der Bahnstrecke von Nürnberg nach München hat der Bahnhof in Treuchlingen seine Bedeutung für den Personenverkehr jedoch verloren. Dennoch ist die Stadt noch heute von ihrer Eisenbahngeschichte geprägt. So gibt es dort das Modelleisenbahn Miniaturland. Dieses ist unser Ausflugstipp für alle großen und kleinen Eisenbahnfans. Das Miniaturland hat in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum. Der Schöpfer der Anlage ist Bernhard Fackler. Er hat nicht nur die Phantasielandschaft entworfen sondern er betreibt die Anlage auch jeden Tag selbst. Er steuert sie über vier Computer und acht Fahrpulte. Auf 250 Quadratmetern mit ca. 2.600 Meter Schienen befinden sich 218 fahrbereite Züge. Insgesamt gibt es acht Kreise, auf denen je sechs Züge gleichzeitig fahren können. Die restlichen Züge warten in sogenannten Schattenbahnhöfen auf ihren Einsatz. Neben den Zügen verschiedenster Art gibt es auf der Anlage auch zahlreiche, liebevoll gestaltete kleine Details zu sehen. Von Unglücken bleibt die Miniaturwelt dabei nicht verschont. So gibt es nicht nur einen Gefängnisausbruch und einen Wohnhausbrand. Auch einen Selbstmord und ein Zugunglück lassen sich bei genauer Betrachtung entdecken. Auch die Modellbahnanlage selbst war einst von einem Unglück betroffen. Die Anlage stand ursprünglich in Pappenheim. Da das Gebäude dort verkauft wurde, musste Bernhard Fackler mit seiner Anlage umziehen. Dies war ein Moment, an dem er beinahe aufgegeben hätte, so Fackler, da mit dem Umzug unglaublich viel Arbeit verbunden war. Die Anlage musste abgerissen und komplett neu aufgebaut werden. Doch er hat es noch einmal gewagt und am neuen Standort in Treuchtlingen erfreut sich die Anlage nun größter Beliebtheit. Bis zu 20.000 Besucher kommen pro Jahr. Und für diese möchte er immer wieder etwas Neues bieten. Neben Funktionen, die die Besucher auf Knopfdruck auslösen können, hat sich der Modellbahnbetreiber auch schon etwas neues ausgedacht. Er möchte alle Züge, Laternen, Häuser und Autos beleuchten, um dann eine Tag- und Nachtsimulation herzustellen. Alle zwanzig Minuten möchte er dann die Tageszeit wechseln lassen. Bis dahin ist es aber noch viel Arbeit und weitere Ideen werden sicher folgen, so dass Bernhard Fackler wohl auch für die nächsten zehn Jahren die Arbeit nicht ausgeht.

Weitere Informationen über das Miniaturland finden Sie unter www.miniaturland-treuchtlingen.de