Auftakt des Jakob Engel-Gedenkjahres

Eichstätt/Hofstetten (intv) Für sie ist es ein ganz besonderer Moment in die alten Gemäuer zurückzukehren. Gertrud Heiland hat als Kind mehrfach Urlaub auf Schloss Hofstetten gemacht. Als sie von den Ausstellungsplänen der Familie Leuschner in der Zeitung gelesen hatte, suchte sie private Fotos von damals zusammen und steuerte sie zur Ausstellung bei. Ihr Onkel war damals Forstmeister des Anwesens gewesen. Sie erinnert sich wie heute an die schöne Zeit vor über 60 Jahren, selbst an ihren Spielgefährten Hund Silvan. Zum 300. Todestag von Jakob Engel öffnet Familie Leuschner die Tore von Schloss Hofstetten. Seit 1974 befindet sich das ehemals fürstbischöfliche Jagdschloss im Besitz der Familie Leuschner, die es bis heute bewohnt. Im zweiten Obergeschoss der einstigen Wasserburg werden heute standesamtliche Trauungen abgehalten. Im angrenzenden Jura-Stadel, der bereits um 1750 errichtet wurde, ist das Herz der Ausstellung „Schloss Hofstetten in alten Ansichten“ beherbergt. Tanja Schorer-Dremel, stellvertretende Landrätin, lobte das Engagement der Familie Leuschner. Es sei wichtig, auch Bauwerke als Zeitzeugen für die Nachwelt zu bewahren. Zur Veranschaulichung: Beispielsweise die Heilig-Geist-Kirche, die Dompropstei und der Ost- und Westflügel der Eichstätter Residenz tragen Engels Handschrift. Damit Geschichte zum Leben erwacht, will die Stadt in Kooperation mit dem Diözesanmuseum und dem Verband Naturpark Altmühltal Jakob Engel eine ganze Reihe an Veranstaltungen widmen.