Eichstätt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Eichstätt (intv) Es ist ein markantes Gebäude in Eichstätt, das beim Vorbeifahren sofort auffällt. Leider liegt der Bahnhof aber seit einigen Jahren im Dornröchenschlaf und ist weitgehend ungenutzt. Wie es mit dem alten Gemäuer weiter geht, darüber diskutieren Bürger und Politiker seit geraumer Zeit. Die Freien Wähler wollten das Bahnhofsgebäude sanieren, doch dieser Plan liegt jetzt vorerst auf Eis. Denn die Stadträte sind bei dem Thema geteilter Meinung. SPD und CSU befürchten, der Antrag würde das Engagement der Bürger im Keim ersticken. Außerdem müsse man sich erst über die Nutzung im Klaren sein, bevor es an die Sanierung geht, und nicht umgekehrt. Am Ende haben die Freien Wähler ihren Antrag zurückgezogen, die Sanierung ist somit vorerst aufgeschoben. Jetzt darf sich der Bürgerverein erst einmal an einer „Zwischennutzung“ probieren. Geplant sind beispielsweise Ausstellungen, ein Café, Konzerte, Lesungen oder Flohmärkte. Die Zwischenlösung soll im Juli beginnen und bis Herbst dauern – anschließend soll feststehen, wie das Gebäude in Zukunft genutzt wird. Und dann kann es wohl auch an die Sanierung gehen.