Auf Vordermann bis der Audi-Bahnhalt kommt

Eichstätt/Gaimersheim (intv) Von den insgesamt 44.000 Audi-Mitarbeitern wohnt etwa ein Drittel im Landkreis Eichstätt und pendelt täglich zum Autohersteller im Norden Ingolstadts. Hoffnung auf Entlastung auf den Straßen verspricht der Audi-Bahnhalt. Er soll laut einer Audisprecherin bis Ende 2019 fertig sein. Nun sind die Gemeinden entlang der Bahnlinie gefordert, ihre Bahnhofsumfelder auf Vordermann zu bringen. Dazu lockt der Landkreis nun mit Fördergeldern.

Park+Ride Anlagen, Fahrradboxen, E-Ladesäulen oder behindertengerechte Bushaltestellen, nur einige Beispiele an Maßnahmen, die der Landkreis mit 20 Prozent Zuschuss fördern will. Zwar ein Anreiz für die Gemeinde Gaimersheim, doch findet sich hier eine besondere Situation wieder.

„Wir wollten eigentlich schon vor Jahren unser Bahnhofsumfeld sanieren, aber dann kam die Bahn und sagte, durch den Audi-Bahnhalt könnte es sein, dass wir unseren Bahnhalt verlegen müssen und zwar ganz an die Ingolstädter Straße, also östlicher. Und dadurch haben wir unsere Pläne erst einmal auf Eis gelegt.

Weil wenn dann in fünf Jahren der Bahnhalt verlegt wird, sind unsere Modernisierungen womöglich am falschen Platz“, so Bürgermeisterin Andrea Mickel (SPD). Für Mickel wären eine öffentliche Toilette und ein Vordach gegen Wind und Wetter denkbar.

Dennoch der Tenor im Kreisausschuss: ein noch so schöner Bahnhof hilft nichts, wenn ihn kein Mensch mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen erreichen kann, barrierefreie Bahnsteige fallen aber in den Zuständigkeitsbereich der Deutschen Bahn. Das gilt auch für den Bahnhof Gaimersheim.

Ursprünglich sollte der Umbau seitens der Bahn bis 2019, also bis der Audi-Bahnhalt kommt, fertig sein, so Mickel. Das verzögert sich allerdings. Auf Anfrage bestätigte uns eine Sprecherin der Bahn: „DB und Freistaat arbeiten an einer Realisierung des Bahnhofsumbaus Gaimersheim. Nach heutigem Stand ist eine Inbetriebnahme nicht vor 2024 zu erwarten.“