Auf Spurensuche mit der Kripo Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Wenn die Männer und Frauen des Kommissariats 7 der Kripo Ingolstadt in ihre weißen Schutzanzügen schlüpfen, heißt das meistens: ein Verbrechen ist geschehen. Ihr Job ist es dann Spuren am Tatort zu sichern und diese zu dokumentieren. Schließlich braucht es Beweise, um Täter zu überführen.

So heißt es auch für Herbert Anthofer nie etwas Gutes, wenn in seiner Freizeit oder Nachts das Diensttelefon läutet. Der 60-jährige ist Leiter des Kommissariats 7, auch K7 genannt, und immer einer der ersten am Tatort. Vor 20 Jahren wechselte Anthofer zur Kripo und spezialisierte sich auf die Spurensicherung und Arbeit am Tatort. Seit damals hat sich viel verändert, den Täter und Technik entwickeln sich ständig weiter. Gerade das macht für den Ermittler aber auch den Reiz aus. Bei seiner Arbeit muss er auf jedes noch so kleine Detail achten. „Der schlimmste Fehler wäre eigentlich, wenn ich am Tatort draußen irgendetwas übersehe, weil das meistens nicht mehr nachholbar ist. Denn Witterungseinflüsse und dann auch die Freigabe des Tatortes hat die Folge, dass ich Spur nicht mehr beibringen kann und somit geht eventuell eine wichtige Spur, die Ermittlungsansätze liefern könnte, verloren,“ beschreibt der Ermittler seine Arbeit.

Die meisten Straftäter werden ganz klein, wenn sie zum Erkennungsdienst müssen. Hier werden Fingerabdrücke genommen und besondere körperliche Merkmale wie Augenfarbe und Größe festgehalten. So können die gesicherten Spuren mit dem Täter in Verbindung gebracht werden.

Wenn Anthofer mit besonders schweren Straftaten zu tun hat, kann der Beruf auch zur Belastung werden. Vor einem Tatort zurück geschreckt ist er aber noch nie. Schließlich hat er einen Auftrag zu erfüllen. „Betroffen bin ich in erster Linie natürlich von dem, was passiert ist, denn ich versetze mich schon in das Leid des Opfers, der Angehörigen und Bekannten. Aus diesem Grund sind wir natürlich absolut bestrebt den Angehörigen gegenüber alles zu unternehmen, um eine Tat aufzuklären,“ so der 60-jährige über seinen Beruf. Wenn ein Fall dann abgearbeitet ist, findet Herbert Anthofer auch wieder Zeit für seine Familie, Hobbys und den Sport.