Auf der Spur von Coli-Bakterien: Berufsbild Wassermeister

Weichering (intv) Heuer im Juli hat es das Gebiet um Denkendorf und Kipfenberg erwischt, kurz danach Kösching und Kasing und vor kurzem erst Anfang Oktober den Süden Neuburgs. Verunreinigungen im Trinkwassernetz kommen aus den unterschiedlichsten Gründen vor. Damit Keime schnell entdeckt werden, nehmen Wassermeister wie Siegfried Hammer von der Arnbachgruppe regelmäßig Trinkwasserproben. Wir haben ihn bei der Arbeit in Weichering begleitet.

Ein Wassermeister sorgt im wesentlichen für die hohe Qualität des Trinkwassers. Dabei arbeitet er eng mit dem Gesunheitsamt und anderen Behörden zusammen. Dass die Entnahme einer Wasserprobe gar nicht so einfach ist, zeigt Siegfried Hammer.

Die Probestellen können überall sein, z.B. in Kanälen oder wie hier gut zugänglich in einer Grundschule. Zunächst schreibt der Wassermeister Ort, Datum und eine Nummer auf das Probegefäß. Dann muss er den Hahn mehrmals auf und zudrehen, um eventuelle Ablagerungen zu lösen. Damit keine Keime vom Hahn die Probe verfälschen können, muss dieser gereinigt werden. Das passiert durch abflammen. Wenn das nicht geht mit Alkohol. Danach lässt er das Wasser laufen bis dessen Temperatur konstant bleibt. Erst dann öffnet er vorsichtig das Gefäß und entnimmt die eigentliche Probe, dabei sollte er am besten die Luft anhalten, um keine Verunreinigungen zu übertragen. Um die genommene Probe zu benutzen muss am Ende noch einmal überprüft werden, ob die Wassertemperatur konstant geblieben ist. Zum Schluss bringt der Wassermeister die Probe zur Untersuchung ins Labor.

Bisher ist das Wasser in Weichering nicht mehr auffällig und kann wieder ohne abkochen direkt aus dem Hahn getrunken werden.