Auf den Spuren von Ludwig dem Gebarteten

Ingolstadt (intv) Jeden Tag gehen tausende Ingolstädter durch die Altstadt, am Liebfrauenmünster und am Neuen Schloss vorbei. Doch wenige kennen die Geschichte, die hinter diesen Prachtbauten steckt. Dass sie beispielsweise beide von ein und demselben bauwütigen Herzog Ludwig dem VII. in Auftrag gegeben wurden. Er trug den Beinamen Ludwig der Gebartete, weil er zur damals gängigen französischen Mode einen Vollbart trug. Ein Wittelsbacher Herzog, geboren 1368. Damals war Ingolstadt Teilherzogtum. Unter Ludwigs Herrschaft wurde sowohl das Münster, als auch fünf Jahre später das Neue Schloss in Auftrag gegeben. Der bayerische Herzog gab seiner Hofkirche damals als erster Fürst zwei Türme. Sie waren übrigens Vorbild für den Bau der Münchner Frauenkirche gut 70 Jahre später. Auch das älteste noch erhaltene nicht-kirchliche Gebäude hängt mit dem bayerischen Herzog zusammen, der Herzogskasten, das frühere Regierungsgebäude.