Auf dem Weg ins digitale Klassenzimmer

Ingolstadt (intv) Die Stadt Ingolstadt will bei der Digitalisierung auf Turbo schalten: Rund vier Millionen Euro soll für die zusätzliche Ausstattung in Schulen und Kitas in die Hand genommen werden, um das digitiale Klassenzimmer voranzubringen. Wir haben uns in zwei Schulen umgesehen, um zu überprüfen, wie weit Ingolstadt in Sachen Bildung 4.0 ist.

In der Fronhofer-Realschule im Biologieraum der Klasse 8b ist längst das Ende der Kreidezeit angebrochen. Stattdessen schreibt Lehrer Stephan Mödl auf einer digitalen Tafel und die Schüler tippen auf ihren Tablets. Die 8b ist eine Tabletklasse, die einzige in der Fronhofer-Realschule. Wer den Schülerinnen und Schülern im Unterricht zusieht, ist überzeugt: So sieht Bildung 4.0 aus. Doch nicht nur mit dem Tablet wird an der Realschule digitaler Unterricht gemacht, sondern auch mit Whiteboard, Dokumentenkamera und Computer, die in jedem Klassenzimmer stehen.

Bis 2020 will die Stadt fast 1100 Ingolstädter Klassenzimmer mit rund vier Millionen Euro für den digitalen Unterricht fit machen. Das teilte der städtische IT-Berater Christian Siebendritt mit. Dazu gehöre eine digitale Tafel, Tablets, schnelles und strahlungsarmes Wlan und eine Dokumentenkamera.

Auch in der 4d der Grundschule Gotthold Ephraim Lessing unterrichten die Lehrer digital. Schulleiter Michael Enzinger findet es gut, dass die Stadt Geld für die Digitalisierung in die Hand nimmt, sieht aber Bildung 4.0 auch kritisch. Tablets, Computer und Beamer im Unterricht seien zwar im digitalen Zeitalter wichtig, aber gerade in der Grundschule seien auch die klassischen Unterrichtsmethoden essenziell, um elementare Fähigkeiten wie Schreiben und Lesen zu lernen.