Auf dem Weg: Franz-von-Lenbach-Schule feiert Geburtstag

Schrobenhausen (intv) Sie sind heute um die 50 Jahre alt, die Schüler, die im Jahr 1974 als allererstes die Knabenrealschule Schrobenhausens besuchten. Einige von ihnen kamen nun zurück an ihre alte Lernstätte, um die junge Generation zu beglückwünschen: Bei einem großen Festakt wurde heute das 40-jährige Bestehen der Franz-von-Lenbach-Schule gefeiert. Dazu hatten die Schüler ein großes Oktoberfest organisiert. „Unser Motto lautet ‚Auf dem Weg‘, weil eine Schule nie stehenbleiben darf. Wir entwickeln uns weiter“, so Christine Gradwohl, die seit Februar die Leitung der Schule innehat.

Bayerische Schmankerl, von der Steaksemmel bis zum Steckerlfisch, wurden von den Jugendlichen frisch zubereitet. Dazu gab es alkoholfreie Cocktails und einen bunten Parcours aus Spiel- und Spaß-Stationen. Heutige und einstige Schüler sowie Lehrer waren erschienen, viele von ihnen in zünftiger Tracht. Das Schulorchester spielte vor den Ehrengästen auf.

Erinnerungen an die 70-er Jahre

Auch der Schulgründer und einstige Direktor Gerhard Reiter war mit seiner Frau gekommen. „Das erste Jahr hat mich besonders gereizt. Wir hatten kaum finanzielle Mittel, es herrschte Aufbruchsstimmung – fast wie bei den Pilgervätern von Amerika“, so Reiter. Dennoch seien Schüler, Lehrer und Direktorat bereits damals ein festes Team gewesen. Aus 65 Schülern bestand die Schule damals. Anfangs wurde noch in den Räumen der Maria-Ward-Realschule unterrichtet. 1977 zogen die Schüler dann in einen modernen Neubau um.

Evelyn Werner und vier Lehrer eines Projektteams hatten für die Feierlichkeiten alte Fotos und Schriftstücke aus den 70ern und 80ern zusammengesucht und eine Mini-Ausstellung konzipiert: „Die größten Wegpunkte waren die Erweiterungsbauten, die neue Turnhalle, und auch die zwei Wechsel in der Schulleitung“.

Moderne Bildungsangebote

Auch das Bildungswesen hat sich in 40 Jahren stark verändert. An der Knabenrealschule, die mittlerweile auch von bis zu 10% Mädchen besucht wird, setzt man auf europäische Comenius-Austauschprogramme und moderne Computertechnik. Eine didaktische Besonderheit ist das Projekt Bläserklasse. Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe erhalten dabei gezielten Instrumentalunterricht. „Ich wollte Posaune spielen, weil ich es schon immer interessant gefunden habe, wie sich der Zug des Instruments bewegt“, sagt Schüler Victor Fläxl. Neben der Bläserklasse und dem Schulorchester gibt es auch eine Band, die selbst komponierte Rockmusik spielt.