Audi schreibt weiter an Erfolgsgeschichte

Ingolstadt (intv) „Ja, ich bin tief entspannt“, hat Audi-Chef Rupert Stadler bei der Jahrespressekonferenz am Dienstag vor gut 300 Journalisten gut gelaunt verkündet. Und er hat auch allen Grund dazu. Immerhin hat der Autobauer 2013 so viele Fahrzeuge wie noch nie verkauft und somit das ursprüngliche Ziel von mehr als 1,5 Millionen Auslieferungen zwei Jahre früher als geplant erreicht. Und auch für die Zukunft hat Audi ehrgeizige Ziele: 2020 wollen die Ingolstädter der führende Premiumhersteller der Welt sein.

Einziger Wermutstropfen: Der Gewinn ist 2013 leicht gesunken. Fakt ist: Audi geht es gut. Vier Milliarden Euro Gewinn sprechen für sich. Fakt ist aber auch: Am Premiumhersteller aus Ingolstadt geht die Absatzkrise in Europa nicht spurlos vorüber. Das Ergebnis nach Steuern ging von 4,3 Milliarden auf 4,0 Milliarden Euro zurück.

„Es waren wahrlich keine einfachen Rahmenbedingungen: Staatsschuldenkrise in Europa, Wechseleffekte in Emerging Markets. Wir haben ein Topergebnis eingefahren. Die Mannschaft hat Kampfgeist gezeigt, die Truppe kann stolz sein“, so Audi-Chef Rupert Stadler im Interview mit intv.

2013 war bei Audi geprägt von Expansion und neuen Produktionsstätten. Das wirkt sich auch auf das Ergebnis aus. Mittlerweile produziert der Autobauer an 12 Standorten in zehn Ländern. Bis 2016 kommen zwei weitere Fabriken in Brasilien und Mexiko hinzu.

Aber nicht nur die Investitionen drücken die diesjährige Bilanz. Wesentlich verantwortlich für den Absatzimpuls sind die neue Modelle der A3-Familie. Aber die kleineren Autos spülen weniger Geld in die Kasse als große Limousine und Geländewagen.

Und Audi spürt auch den Preiskampf auf dem europäischen Automarkt. Hersteller unterbieten sich mit Nachlässen. Dieser Entwicklung können wir uns nicht vollständig entziehen, betont Finanzvorstand Axel Strotbek. Man beteilige sich aber nicht an Rabattschlachten.

Audi setzt indes weiter auf Investitionen. Bis 2018 sind dafür insgesamt 22 Milliarden Euro vorgesehen. Für Standorte im In- und Ausland sowie für Innovationen und Technologien. Und auch sonst ist Audi ambitioniert unterwegs. Wachstum heißt das Ziel auch für 2014. Die Verkaufszahlen sollen nach oben gehen und der Vorstand will die Umsatzerlöse auf mehr als 50 Milliarden Euro steigern. Der Markt in Europa sei gesättigt, so Konzernchef Stadler, aber weltweit gebe es in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch Wachstum.