Audi ruft 24.000 Autos in Europa zurück

Ingolstadt (intv) Neue Vorwürfe im VW-Skandal, bei dem Audi aktuell immer mehr unter Druck gerät. So hat der Ingolstädter Autobauer jetzt 24.000 Fahrzeuge zurückgerufen. Laut Bundesverkehrsminister Dobrindt habe Audi eine illegale Abgas-Software verbaut. Die habe erkannt, ob die Fahrzeuge auf dem Prüfstand waren – nur dann wurde die Abgas-Reinigung voll angeschaltet. An der Rückrufaktion beteiligt sind die Modelle A7 und A8 mit Dieselmotoren und bestimmten Automatikgetrieben von Audi aus den Baujahren zwischen 2010 und 2013. „Wir messen seit November vergangenen Jahres systematisch alle Motor-Getriebekombinationen durch, das sind etwa sechs Millionen. In Europa sind wir dabei auf etwa 24.000 Autos mit erhöhten NOx-Werten gestoßen“, so Audisprecher Jürgen De Graeve. „NOx-Werte“ sind die giftigen Stickoxide, die die Autos auf der Straße produzieren. Die erhöhten Werte hat Audi dem Kraftfahrbundesamt selbst mitgeteilt. In Deutschland sind ca. 14.000 Autos betroffen, die jetzt eine neue Software bekommen sollen. Die Rückrufaktion beginnt voraussichtlich im Juli. Das lang ersehnte Ende im Abgas-Skandal ist also noch lange nicht in Sicht