Asylbewerber wegen Vergewaltigung verurteilt

Ingolstadt (intv) Das Landgericht Ingolstadt hat heute einen Asylbewerber, der wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Diebstahl angeklagt war, schuldig gesprochen. Er wurde zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Verteidigung will in Revision gehen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte das Opfer mit einem Messer zum Sex gezwungen und ihr dabei schwere Bissverletzungen zugefügt hat. Auch der Diebstahl von 50 Euro und eines USB-Sticks sei dem Angeklagten zur Last zu legen. Da die Geschädigte zuvor bereits sexuellen Kontakt zu dem Angeklagten hatte und keine merklichen psychischen Schäden durch die Vergewaltigung erlitten habe, sei jedoch von einem minderschweren Fall auszugehen. Zudem sei der Angeklagte während der Tat alkoholbedingt enthemmt gewesen.

Neben den drei Jahren und zehn Monaten Haft könnte das Urteil für den Angeklagten jedoch noch weitreichendere Folgen haben. Ab einer Haftstrafe von drei Jahren wird per Gesetz automatisch ein Abschiebeverfahren eingeleitet. Ob es so weit kommt ist jedoch noch nicht sicher, da der Revisionsprozess noch aussteht und das Urteil somit noch nicht rechtskräftig ist.

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