Asylbewerber in Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Über 127.000 Asyl-Anträge wurden im vergangenen Jahr in Deutschland gestellt – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 64 Prozent. Auch in Ingolstadt hat sich die Zahl der Asylbewerber erhöht. 239 Asylbewerber sind hier derzeit untergebracht und die Zahlen sollen noch steigen. Bis Ende diesen Jahres soll es hier laut ersten Prognosen zwischen 500 und 700 Asylbewerber geben.

Die Aufteilung der Asylbewerber auf die Bundesländer und Städte ist nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel geregelt. Bayern muss danach 15,23% der Asylbewerber in Deutschland aufnehmen. Ingolstadt wiederum muss 3,3% der Asylbewerber unterbringen, die Oberbayern zugeteilt wurden.

Ingolstadt hat sich für eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge entschieden. Sie wurden an 14 Orten, verteilt über die ganze Stadt, untergebracht. Auf eine große Gemeinschaftsunterkunft für alle will die Stadt auch in Zukunft verzichten.

Neben einer geeigneten Unterbringung müssen die 239 Asylbewerber auch betreut werden. Hierfür hat sich vor eineinhalb Jahren das Ehrenamtsnetzwerk Asyl gegründet. Darin engagieren sich bereits mehr als 50 freiwillige Helfer. Sie besuchen die Asylbewerber zuhause und helfen ihnen bei Behördengängen, beim Einkaufen, und bei Arztbesuchen.  Zusätzlich gibt es verschiedene Kurse, in denen die deutsche Sprache und die lateinische Schrift erlernt werden kann.

Aufgrund der steigenden Asylbewerberzahlen benötigt das Ehrenamtsnetzwerk Asyl noch weitere freiwillige Helfer. Voraussetzung ist lediglich, dass Englisch oder Französisch als Fremdsprache beherrscht werden sollte, da die meisten neuen Asylbewerber kein Deutsch können. Wenn Sie sich in dem Netzwerk engagieren möchten, melden Sie sich bei Bettina Nehir im Stadtteiltreff Piusviertel.

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